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Haben Sie noch die Vorstellung, in welchem Zustand sich das 740qm große Grundstück mit Gemeindehaus und Pfarrwohnung vor dem Jahr 2000 befand? - Was ist daraus entstanden - aus der 1946 erbauten Schuhmacherwerkstatt in der Beutlerstr. 5! 1951 / 52 ging das Gebäude durch Kauf in Kircheigentum über, somit hatte die Kirchgemeinde Räumlichkeiten - in aller Bescheidenheit - um Gemeindeleben zu konzentrieren.
Am 31.12.1956 konnte das Altarfenster geweiht werden; seit 1980 gibt es eine kleine Orgel. 1998 konnte die Gemeinde das Grundstück kaufen und die Einheit von Gebäude mit Grundstück nach nun geltendem Recht herstellen, nachdem von 1991 bis 1998 Rückübertragungsprozesse liefen, geführt durch die Erben der Schuhmacherwerkstatt.
Nachdem nun Pfarrer Oertel 1998 in den Ruhestand ging und die Vakanz anstand, wurde nach sorgfältiger Vorbereitung eine Grundsanierung nach Planungsarbeiten der Architektin Christin Ostmann in Angriff genommen. Das Erdgeschoss sollte künftig der Gemeinde zur Verfügung stehen; die darüber liegenden Räume als Dienstzimmer bzw. Pfarrwohnung der entstandenen Schwesterkirchgemeinde Christophorus / St. Jakobi dienen, wobei das Dachgeschoss ausbaufähig gestaltet wurde. Dem Kirchenvorstand wurde die Baugenehmigung erteilt und eine Mitfinanzierung durch das Landeskirchenamt zugesichert. Allerdings musste die Gesamtfinanzierung durch Eigenkapital, erbrachte Eigenleistungen und große Spendenfreudigkeit der Gemeindeglieder abgesichert werden. Die Sanierung erfolgte in barrierefreier Gestaltung mit behinderten gerechter Ausstattung (Parkplätze, WC, Lautsprecheranlage) und wurde durch das Regierungspräsidium Chemnitz gefördert. Schließlich kam von der Unteren Bauaufsichtsbehörde nach allen Prüfungen die Bestätigung: “Das bauaufsichtliche Verfahren ist abgeschlossen.” - Es war geschafft.
Am 3. September 2000 um 14:00 Uhr konnte das Kirchgemeindehaus Beutlerstr. 5 wieder geweiht werden. Ebenfalls an diesem Tag hat die Gemeinde das Ehepaar Rudloff in diesem Haus begrüßen können. Meine ganz privaten Aufzeichnungen und Mitschriften zu diesem Bau und zu diesem Tag endeten aus tiefstem Herzen mit GOTT SEI DANK!
Das möchte ich gern wiederholen. Das damals Erreichte ist kein Schlussstrich am Bau des Hauses und der Gemeinde... Losungswort des 3. September 2000: “Seine Macht ist ewig und vergeht nicht.! (Daniel 7,14)
Edith und Rolf Börner

Als wir vor etwa 4 Jahren das erste Mal wieder das Pfarr- / Gemeindehaus Beutlertsr. 5 betraten, staunten wir nicht nur, sondern verloren auch die Orientierung - so hatte sich alles verändert. 22 Jahre hatten wir in dem alten Haus gelebt und gewirkt und Gemeinde erfahren (Wobei wir nicht die ersten waren!), bald dann auch mit und in Zug. Eigentlich war alles eine Kette von Wundern: dass 1953 die evangelischen Christen in der “Siedlung” dieses Haus als “Gemeindezentrum” bekamen und es in mühsamer Kleinarbeit veränderten; das sie auch in schwierigen Zeiten und engen Verhältnissen regelmäßig zusammen kamen; dass viele in treuer Mitarbeit zeigten: hier lebt eine Gemeinde; dass es schon sehr konkrete Pläne und Spenden (!) für ein erneuertes Haus gab....
Nun ist es da, das Wunder, und wird schon 5 Jahre alt. Wir glauben nach wie vor: hinter Wundern - auch wenn Menschen dabei mitwirken - steht der HERR, dem wir entgegengehen! Darum “baut auch ihr euch als lebendige Steine zum geistlichen Hause!” (1. Petrus 2,5).
Es grüßen ihre Oertels